Aktuelles

 

Am 28. Januar 2021 informierten die VBK (Verkehrsbetriebe Karlsruhe) Anwohner sowie interessierte Bürger über den Umbau der Turmbergbahn und die weiteren Planungsschritte. Die wesentlichen Inhalte dieser Veranstaltung in Form einer Folien-Präsentation lassen sich hier abrufen (mehr…). Leider konnte die Veranstaltung nur digital durchgeführt werden. Dadurch war die Teilnahme auf 250 Personen beschränkt. Diese Zahl war lange vor Anmeldeschluss erreicht.

 

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Am 14. Januar 2021 ist eine Online-Petition zu unserem Anliegen gestartet. Sie können teilnehmen, indem Sie über die Internet-Plattform „www.openpetition.de“ unter dem Link „Keine Verlängerung der Turmbergbahn in Durlach“ unterzeichnen.  (Es werden Angaben zu Ihrem vollständigen Namen und Postanschrift sowie Ihre E-Mail-Adresse erbeten. Ihre Unterschrift besteht sodann aus der Bestätigung einer E-Mail, die Ihnen über Ihren Account zugeschickt wird.)

 

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Diese E-Mail und die Antwort darauf wurden aus Gründen des Datenschutzes anonymisiert: 

Von: […]

Gesendet: Donnerstag, 10. Dezember 2020 11:08
An: […] 

Betreff: Turmbergbahn-Erweiterung

Sehr geehrte/r […] 

schon immer war der Mittelstreifen für die Verlängerung der Bahn vorgesehen. Endlich wurde eine tragbare Lösung gefunden.

Wenn ich Anwohner wäre, würde ich mich wahrscheinlich auch dagegen stemmen, weil vielleicht Parkplätze wegfallen. Wenn man aber für die gesamte Bevölkerung die Sinnhaftigkeit des Projektes betrachtet, dann ist der Egoismus hier nicht angebracht.

Freundliche Grüße […] 

Von: […]

Gesendet: Dienstag, 15. Dezember 2020 19:52
An: […] 

Betreff: Turmbergbahn-Erweiterung

Sehr geehrte/r […] 

freundlichen Dank für Ihre E-Mail an […]. In Vertretung des Arbeitskreises will ich auf Ihr Schreiben gern antworten.

Über den bestehenden Bedarf einer Verlängerung der Turmbergbahn sind sich erstaunlicherweise nahezu sämtliche Parteien und Fraktionen im Ortschafts- und Gemeinderat einig. Bei einem Gespräch unlängst am Marktplatz reklamierten die Grünen die Idee der Verlängerung sogar eigens für sich. [Wer mit Durlachs Stadtgeschichte vertraut ist, weiß] aber, dass der Verlängerungsgedanke lange vor der Gründung der Grünen-Partei geboren wurde. Auf Turmberg-Ansichten aus der Zeit vor 100 Jahren sieht man, wie sich die Schienenstrecke einsam auf weiter Flur nach oben zieht und der untere Teil der Trasse einen freien Mittelstreifen bildet. Anwohner haben sich noch kaum niedergelassen, lediglich die untere Hälfte wird von wenigen Häusern flankiert. Als damals die Verlängerung auf dem mittleren Grünstreifen in Erwägung gezogen wurde, entsprach die Besiedlung am Turmberg allerdings nur zu einem Bruchteil der Dichte von heute.

[…] man wird wohl damit zu rechnen haben, dass die Bahn sich mit ihren zwei Meter hohen Schallschutzwänden als Fremdkörper zwischen die Straßenhälften zwängen wird, während es im zweiten Drittel nicht weniger befremdlicher massiver Stützen bedarf, um die Höhendifferenz zwischen der unteren und der oberen Hälfte auszugleichen. Städtebauliche Eingriffe in dieser Größenordnung mögen am Berliner Gleisdreieck angesichts einer großzügigen Besiedlung geglückt sein, doch hier in Durlach droht uns ein bauästhetisches Fiasko. Darüber täuscht der vermeintlich harmlose, parkähnlich bepflanzte Mittelstreifen hinweg.

Ein zweiter zentraler Kritikpunkt betrifft das grobe Missverhältnis zwischen Kosten und Nutzen. Schon heute wird von einem Kostenvolumen von 21 Millionen Euro ausgegangen. Andere Bahnen in Baden werden zu sehr viel niedrigeren Kosten lediglich saniert, und können dabei noch wie etwa die Merkurbahn in Baden-Baden ungleich höhere Fahrgastzahlen aufweisen. Ohnehin lehrt die Erfahrung aus anderen städtischen Großprojekten, dass es längst nicht bei den aktuell errechneten Kosten bleiben wird. Auch spricht bislang niemand davon, dass der Anschluss und die Anpassung des Verkehrs an die B3 eines neuen kostenaufwendigen Kreuzungskonzepts bedürften.  

Da Sie sich auf die „Sinnhaftigkeit des Projekts für die gesamte Bevölkerung“ berufen, bleibt die Frage, auf welcher Grundlage Ihre Ansicht beruht. Wurde die Bevölkerung von […] den Entscheidern befragt? Wurden die Durlacher darüber aufgeklärt, mit welchen Kosten der Steuerzahler zu rechnen hat? Wurden alternative Mobilitätskonzepte, an denen im digitalen Zeitalter kein Mangel herrscht, in Erwägung gezogen? Ich kann Ihnen jedenfalls versichern, dass die Durlacher Bewohnerinnen und Bewohner, mit denen wir seit der Freischaltung unserer Webseite in den vergangenen Tagen gesprochen haben, mit Entsetzen auf dieses Planungsvorhaben reagiert haben. Und dazu muss man auch nicht zwingend am Turmberg wohnen.

Mit besten Grüßen

[…]